Quinton

Meine Spezialität

Der Quinton ist ein fünfsaitiges Streichinstrument, das sich im Laufe des 18. Jahrhunderts in Frankreich entwickelte und eng mit der französischen Musikkultur jener Zeit verbunden ist. Sein Name leitet sich vom Begriff quinte ab und verweist auf seine fünf Saiten, für die gewöhnlich eine Mischstimmung zwischen Violine und Viola da gamba verwendet wird – mit zwei Quarten und zwei Quinten. Dank dieser Eigenschaft vereint das Instrument einen beachtlichen Ambitus in der Höhe mit einer besonders reichen Mittel- und Tieflage. Daraus ergibt sich eine sehr flexible Klangfarbe, die von hell und durchdringend bis zu weich und samten reichen kann.

Der Quinton ist auch heute noch ein relativ seltenes Instrument, doch das wachsende Interesse an der historisch informierten Aufführungspraxis hat zu einer Wiederentdeckung seiner Möglichkeiten geführt. Seine Besonderheit liegt nicht nur in der fünften Saite, sondern in seiner Fähigkeit, eine für das 18. Jahrhundert charakteristische Auffassung des Musikinstruments zu verkörpern: als flexibles, experimentelles und mitunter virtuoses Objekt.

Genau auf diesem Gedanken beruhen alle meine Experimente mit diesem Instrument – so sehr, dass ich inzwischen ganze Konzerte ausschließlich mit Repertoire für Violine bestreite.

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